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Falkplatz: Ein neuer Baum zum Tag des Baumes

Mit der am 15.11.2011 gefällten, über 20 Meter hohen Kastanie mit Rundbank verschwand einer der ältesten Bäume auf dem Falkplatz. Seit annähernd 100 Jahre war die Kastanie ein Zeugnis für den Beginn der Geschichte der Grünanlage vor genau einhundert Jahren – sie war eine standhafte Zeitzeugin in den Zeiten des zweiten Weltkriegs und der Teilung Deutschlands.

Mit einer Spendenaktion setzten sich die Freunde des Mauerparks e.V. für ein neues Miteinander von Bürgern und Bezirksämtern ein und hatten in Rekordzeit mit 17 kleinen wie grossen Spenden insgesamt 1000 Euro für die Pflanzung des neuen Baums gesammelt.

Der neue Baum wird am 25. April um 11 Uhr zum „Tag des Baumes“ auf dem Falkplatz gepflanzt.

Weitere Infos: www.facebook.com/falkplatz.baum

 

 

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„Talk im Kiez“ – ein Musikstück aus Anekdoten

Beim „Talk im Kiez“ werden ganz normale Menschen aus dem Viertel direkt hinter dem Gleimtunnel vorgestellt. Moderator Rainer Krüger präsentierte Geschichten über die Nachbarn im Gleimviertel im Haus der Sinne. Franz Havel* hat ihm dabei zugesehen und berichtet von der Auftaktveranstaltung der neuen Reihe.

Es ist wahrscheinlich schwerer, Leute, die man einfach interessant findet, auf die Bühne zu bringen, als irgendwelche Prominenz, die es im Gleimviertel wahrscheinlich auch gibt. Rainer Krüger ist es jedenfalls gelungen, einen sich der Malerei verschriebenen pensionierten Betriebsrat, eine in der Welt herumkostende Mitarbeiterin des Auswärtigen Amtes und einen Öl liebenden Ladenbetreiber nebst Freundin auf die ausgeleuchtete Bühne zu bringen. Am Dienstag (27. März) lud Moderator Krüger zum ersten „Talk im Kiez“ ins Haus der Sinne ein. Und man merkte den Nachbarn die Aufregung an, als ob „Talk im Kiez“ plötzlich doch so eine Art Fernsehen sei.

Günter Fritz war ein amüsanter Talkgast, der seine Geschichten über Ateliers und Kneipen in den 90er Jahren gut rüberbringt. Daniela Dempf hat bereits die halbe Welt gesehen, hatte deshalb naturgemäß viel zu erzählen und hat sich lustigerweise von ihrem vietnamesichen Ehemann Berlin zeigen und erklären lassen. Die meisten Sympathien flogen Steff und Martin vom Fahrradladen Wulf zu (die übrigens mit Nachnamen nicht Wulf heißen). Aber wie die beiden über ihren Werdegang, ihr Leben mit vier Kindern und dem Geschäft erzählten, muss man sie einfach gern haben.

Einerseits ist es natürlich gut, durch Moderation und Scheinwerfertricks für eine gewisse Distanz zu sorgen, damit nicht alle dazwischenrufen und um das Besondere an den Geschichten der Leute zu betonen. Andererseits stellt man sich bei „Talk im Kiez“ vielleicht eine etwas familiärere Atmosphäre vor.

Rainer Krüger hatte seine Studio-, nein, seine Bühnengäste offenbar gut vorbefragt, die Geschichten kommen aus den Gästen wie auf Knopfdruck, fast scheint es, als spiele der Hausherr eine Art Musikstück aus Anekdoten. An manchen Stellen würde man sich ein längeres Verbleiben am Thema wünschen. Wie lief es denn vor 20 Jahren bei C&A intern ab? Das wäre doch auch interessant gewesen.

Aber das Thema war Kiez. Wie nehmen unterschiedliche Menschen ihr Gleimviertel wahr, lautete die verbindende Frage. Für manch einen ist es einfach nur bequem, für den anderen eine sentimentale Erinnerung für den Dritten eine Kleinstadt, deren Grenzen zu überwinden der Alltag nicht erlaubt. Andere Aussagen werden auch zukünftige Gäste wahrscheinlich nicht machen können (es sei denn man findet tatsächlich einen Dauermieter, der schon seit 40 Jahren im Kiez wohnt). Aber unterschiedliche Menschen, die in ihrer Lebensweise interessant sind, lassen sich bestimmt noch einige finden. Und im Unterschied zu den Promis, sind ihre Geschichten echt und authentisch.

In diesem Sinne sind dem „Talk im Kiez“ nach dem Start noch viel gelungene Abende zu wünschen.

Der nächste „Talk im Kiez“ findet am 8. Mai, 20 Uhr, im Haus der Sinne im Gleimviertel, Ystader Straße 10, 10437 Berlin statt. Details gibt es im Internet auf der Seite der SPD Falkplatz-Arnimplatz.

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Talk im Kiez – Kiezbewohner stellen sich vor

Geschichten von nebenan. Und zwar aus dem Leben ganz normaler Menschen, die in den Kiezen um Falkplatz und Arnimplatz aufgewachsen sind, oder die hier vor einiger Zeit oder kürzlich erst hergezogen sind – AnwohnerInnen – Gewerbetreibende – Kulturschaffende: Darum geht es bei „Talk im Kiez“, einer neuen Veranstaltungsreihe von Rainer Krüger und der SPD Falkplatz-Arnimplatz.

Auftakt von „Talk im Kiez“ ist am Dienstag, dem 27. März um 19:30 Uhr
im „Haus der Sinne“, Ystaderstr. 10.  Der Eintritt ist frei.

Nicht nur politisch, sondern vor allem unterhaltsam möchte das Veranstaltungsformat dem Kiez den Spiegel vorhalten: Wer sind wir, die hier im Gleimviertel leben und wohnen? Was verbindet uns? Was sind unsere Geschichten? In jeder Veranstaltung der Reihe werden drei Menschen aus dem Kiez darüber sprechen, vom „Ureinwohner“ bis zum „Neuling“.

Den Anfang machen folgende Talkgäste:

Günter Fritz
Wenn die Liebe einen 1991, kurz nach dem Mauerfall, von Westberlin in den Gleimkiez zieht, erlebt man in über zwanzig Jahren einen „schleichenden Wandel“: vom durchmischten und menschlich näheren zum anonymeren Lebensort. Günter Fritz ist hierfür ein authentischer Zeitzeuge. Als Mitbegründer der Ateliergemeinschaft „Atelier18“ ist er zudem Teil eines Netzes von Kunstschaffenden, dessen Mitglieder vor allem in früheren Jahren im Kiez ihren Lebensmittelpunkt hatten.

Daniela Dempf
Wie kann man sich heimisch fühlen, wenn man im Mehrjahresrhythmus zwischen Berlin und der Welt pendeln muss? Daniela Dempf, ihrem in Vietnam geborenen Mann Thann und den beiden Kindern, die erst seit zwei Jahren hier wohnen, scheint das zu gelingen. Wie leben sie hier im Kiez und dann wieder aus beruflichem Grund in wechselnden Auslandsstationen?

Steff und Martin Wulf
Bei Steff und Martin fängt die Hilfsbereitschaft vor ihrem Fahrradladen „Wulf“ an: wenn man gratis Luft auf den schlappen Reifen pumpen kann. Ihr vor neun Jahren begonnenes Verkaufs- und Reparaturgeschäft führen sie mit professioneller Hingabe, Verlässlichkeit und ganz persönlicher Note. Und schließlich ziehen sie auch noch vier Kinder groß. Wie das alles wohl funktioniert?

Moderiert wird der Talk von Rainer Krüger.

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