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TALK IM KIEZ: Gleimoase – Gleimtunnel – Mauergarten: aus trennender Vergangenheit zu lebendigem Heute

Dunja Berndt und Holger Eckert

2010 haben beide eine Idee: Sie erwecken nach 16 Jahren Dornröschenschlaf die Gleimoase, eine von Verkehr umbrandete Insel hinter dem Gleimtunnel, zu neuem Leben. Mit großem Elan und Liebe haben sie einen inzwischen berlinweit gewürdigten kleinen Skulpturengarten geschaffen.

Michael Becker

Trennende Mauergeschichte wieder lebendig werden zu lassen, dieser Aufgabe widmet sich Michael Becker in Fotodokumentationen. Beispielthemen dafür sind der Fluchttunnel unter der Gleimstraße oder die Gleimoase zur Mauerzeit als ruhiges Refugium neben einem ehemaligen Altersheim.

Johanna Bergmann

Sie lässt zusammen mit Gleichgesinnten eine Brücke zwischen ehedem getrennten Stadtvierteln entstehen. Es ist der Mauergarten, in dem seit 2012 viele bunte Blumen und Gemüse gedeihen und ein lebendiger Lernort in gemeinsamem Handeln entstanden ist.
Moderation: Rainer Krüger

Di. 19. August 2014; 20:00 Uhr

Haus der Sinne, Ystaderstr. 10

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TALK IM KIEZ: Arbeiteraufstand am 17.06.1953 – Blick in die Gegenwart: Sport im Kiez und international

TALK IM KIEZ am 17. Juni 2014 um 20:00 im „Haus der Sinne“, Ystaderstr. 10

Das sind die Gäste:

Helmut Hampel

Mit siebzehn Jahren ist Helmut Hampel als Lehrling inmitten des Arbeiteraufstands in Ostberlin. Zwar Gegner des Regimes und Mitglied der verbotenen SPD, hat er dennoch seinem Beruf als KfZ-Werkstattleiter. Nach der Wende bekleidet er wichtige Funktionen in der SPD und in Pankow.

Wolfram Stahl

Als freiberuflicher Journalist arbeitet er für ARD-Sender und andere Institutionen. Für den 1949 gegründeten großen Berliner Verein SV Empor macht er die Öffentlichkeitsarbeit. Der Verein ist mit vielen Sportarten und einer engagierten Jugendarbeit im Kiez und Prenzlauer Berg verwurzelt.

Claudia Biene

Dass sie das „deutsche Schlachtschiff für die Paraolympischen Leichtathletikwettbewerbe“ mit Welt- und Olympiatiteln werden würde, ist eine Energieleistung. Denn nach schwerer Erkrankung muss sie mit einer Unterschenkelprothese leben. Sie beendet jetzt ihr Studium „Komplementärmedizin“.

Moderation: Rainer Krüger

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Lebendige Kopenhagenerstraße: Entmietung – neues Leben – Retromusik

TALK IM KIEZ

29.April 2014, 20:00

Haus der Sinne
Ystaderstr. 10

 

 

Maike Ahlers

Die Mieter in der Kopenhagenerstraße 46 kämpfen gegen eine Luxussanierung, die sie aus ihren Wohnungen vertreiben würde. Darüber und über ihr Leben berichtet Maike Ahlers

Sabrina Borscher u. Julia Wagner

arbeiten in der „Hebammenpraxis am Mauerpark“ und sind dadurch mit dem Kiez verwoben. Die Gefährdung ihrer Tätigkeit durch überzogene Prämien für die Berufshaftpflichtversicherung ist ihre Sorge

Matthias Hopke

Aus der Kopenhagenerstraße ist Matthias Hopke als „DJ Grammophon“ bekannt. Doch sein Berufsleben reicht zurück in seine Zeit als Musikredakteur bei „Radio DT 64“. Freuen wir uns auf Kostproben seiner Schelllackplattensammlung

 

Moderation: Rainer Krüger

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Kindertagesstätte „Brunnengarten“

brunnengarten

Liebe Nachbarn im Gleimviertel, im Januar 2014 eröffnet die Kindertagesstätte „Brunnengarten“, Rügener Strasse 1. Dort werden 76 Kinder in vier altersgemischten Gruppen betreut. Noch gibt es wenige freie Plätze. Weitere Informationen finden Sie unter www.hauptstadt-kinder.de. Anmeldungen unter hauptstadtkinder@yahoo.de

Am 3. Januar veranstaltet die Kita einen Tag der offenen Tür. Also, einfach vorbei schauen…

Liebe Grüße aus dem Brunnenviertel, Manja Ehweiner

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Verlorene Chancen für das Brunnenviertel?

Als ich mich für die Bürgerwerkstatt „Mauerpark fertigstellen“ zu engagieren begann, hatte ich das Ziel noch klar vor Augen: Eine großzügige Erweiterung des Mauerparks und eine sozialverträgliche Lösung, die den ruhigen Parkteil im Norden mit dem Kletterfelsen, Spielplatz und den Kinderbauernhof städtebaulich ergänzt und nicht erdrückt.

Inzwischen sehe ich die Chance auf ein sozial durchmischtes Wohnviertel vertan. Der Senat hat wichtige Weichenstellungen verschlafen und der Baustadtrat von Mitte vertritt die Meinung, dass hochpreisige Neubauten den Druck auf bestehende Wohnungen nehmen. Wie genau das funktionieren soll und wo genau in Berlin dies so passiert ist interessiert mich sehr!

Eigentlich ist die Ausgangssituation im Brunnenviertel gar nicht schlecht, denn 2/3 der Wohnungen sind im Besitz der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft degewo. Dennoch sind die Mieten, seit dem ich 2009 mit meiner Familie hierher gezogen bin, rapide gestiegen. Letztendlich muss ich mir die Frage stellen, wie lange ich mir diese Wohnung noch leisten kann. Eine vergleichbare Wohnung zur unseren wurde im letzten Jahr auf Immoblienscout24 für 1300 Euro Kaltmiete angeboten. Da erscheinen die Mietvorstellungen von Herrn Groth durchaus realistisch. Der Senat und Bezirk hätten im Brunnenviertel die Chance die Mietpreise auf verträglichem Niveau zu halten, möchten dies aber nicht?

Die andere Frage, die mich umtreibt sind die fehlenden Kita- und Schulplätze. Schon jetzt konkurrieren die Bewohner des Brunnenviertels mit den Eltern aus Prenzlauer Berg und Alt-Mitte um die raren Kita-Plätze, was zur Folge hat, dass einige Kitas in ihrer Durchmischung nicht mehr die Zusammensetzung des Kiezes repräsentieren. Wenn aber am Mauerpark und an der Brunnen- und Bernauer Straße weitere Wohnungen entstehen sollen, verstehe ich nicht, warum der Bezirk das Gelände des ehemaligen Diesterweg-Gymnasiums an den Liegenschaftsfond zwecks Wohnbebauung abgeben möchte. Dieses Gelände ist für das Brunnenviertel die einzige Möglichkeit die dringend benötigten Kita- und Schulplätze zu schaffen. Der Bezirk verweist auf freie Kapazitäten an anderen Schulen. Wie muss ich mir das vorstellen? Werden die Kinder dann in Bussen zu diesen Schulen gefahren? Oder hoffen Bezirk und Investoren auf pseudoliberale Bildungsbürgereltern, die ihre Kinder ohnehin nicht an Schulen mit 90% NDH-Schülern schicken?

Wie möchten wir in Zukunft leben?

Ist es tatsächlich unser Ziel sozial entmischte Wohngebiete zu schaffen, in denen nur noch Menschen mit vergleichbarem sozio-ökonomischen Status aufeinander treffen. Schotten wir uns ab? Wird Groths Mauerpark-Quartier eine Gated Community mit eigenem Quartiersplatz, privatem Sicherheitsdienst und eigener Kita, zu der er den Spielplatz des Hofes der Häuser an der Gleim- und Ramlerstraße großzügig mit einbeziehen möchte.

Die Verantwortung liegt beim Bezirk und Senat. Wohnen bei der degewo im Brunnenviertel muss bezahlbar bleiben. Das Gelände des Diesterweg-Gymnasiums wird dringend für Kita und Schule benötigt. Politik und Verwaltung, beweist, dass ihr zu einer nachhaltigen Stadtplanung in der Lage seid!

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