Der Gleimkiez: früher eher graue Maus – jetzt bunter und attraktiver – stimmt das?

 

TALK IM KIEZ
11. März 2014, 20:00
Haus der Sinne
Ystaderstr. 10

 

Dieter Steiger

Kurz vor dem 2. Weltkrieg geboren und allein mit der Mutter aufgewachsen erlebte Dieter Steiger die Kriegswirren in der Sonnenburgerstraße. Nach einer Munitionsexplosion Juni 1945 verschüttet und schwer verletzt überlebte er und hat später das traumatische Erleben, aber auch das Leben im Kiez, in seinem Buch „Berlin – Ecke Sonnenburger“ verarbeitet. „Eine Reihe Häuser ohne Bäume, ab und zu ein Laden, ziemlich kinderfeindlich“ so sei der Gleimkiez mal gewesen. Heute sei er bunter und attraktiver.

Anne Haffmans

 „Wir sind eine Ost-West-Familie“, sagt Anne Haffmans, weil sich ihr Leben von Kindesbeinen an zwischen Familienmitgliedern aus der BRD und DDR abgespielt hat. Mit zwei Kindern wohnt  sie auf ehemaligem Mauergebiet, hat aber in der Kopenhagenerstr. 29 ihr Büro. Von hier aus finden Musiker der  britischen Labels „Mute“ und „Domino“, die elektronische und rockig- gitarrenlastige Stücke spielen,  den Weg auf den deutschen Markt.

 Michael Schaarschmidt

 Es ist ein besonderes Erlebnis, in einem Cafè mit gleichzeitigem Blumengeschäft zu sitzen. Denn in seinem „Blumencafè“ in der Schönhauser Allee, einem ehemaligen Postamt, hat der Gärtnermeister ein geschmackvoll detailbegeistertes Wohlfühlambiente geschaffen. Anfang 70iger geboren, hat Schaarschmidt seinen beruflichen Anfang in der „GPG Weiße Taube“ gehabt und schon 1993 einen eigenen Laden an anderer Stelle der Schönhauser betrieben.

Moderation: Rainer Krüger

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Öffnet das Berliner Schloss dem Volk – Aufruf zu einer Bürgerinitiative!

Eine Welle der Aufmerksamkeit sollte von Berlin Mitte bis zum Prenzlauer Berg und Wedding/Brunnenviertel schwappen. Denn es geht um ein Thema, dass uns nicht nur vor Ort, sondern als Stadtbürger Berlins bewegen könnte – und sollte. Warum geht es?

Im Oktober letzten Jahres hatte der Münchener Architekt Stephan Braunfels  den Vorschlag  gemacht, das im Bau befindliche Berliner Schloss zum Raum der Berliner Altstadt hin zu öffnen. Es ergibt sich dadurch eine freie räumliche Perspektive vom Schlossinnenhof (Schlüter-Hof)  über das Marx-Engels-Forum bis zum Fernsehturm. Ein solcher städtebaulich großzügiger Freiraum würde zur Versöhnung zwischen Baubefürwortern und -gegnern beitragen, würde das Schloss mit seinen kulturellen Nutzungen jenseits rückwärtsgewandter Kaiserzeitverherrlichung dem Volk öffnen. Es könnte die „Neue Mitte Berlins“ begründen, ein Identifikationsort für alle Berliner aus Ost und West werden.

Der modernistische  Ostflügel fällt weg – Stellas Schlosskonzept hat sich geöffnet

Wie kann städtebaulich-gestalterisch die Lösung aussehen? Die beiden Fotosimulationen verdeutlichen den Schwenk vom vierseitig bebauten Entwurf Franco Stellas zur Alternative der Schlossöffnung:

Schloss-mit-Ostfluegel-Stella

Schloss-ohne-Ostfluegel

Oben: Stella-Entwurf: geschlossenes Schloss; Unten: Schloss nach Braunfels

Der in modern beliebigem Bürohausstil geplante Ostflügel wird weggelassen. Damit öffnet sich das Schloss zur Spree hin und gibt den Blick frei über das Marx-Engels-Forum, die Nikolaikirche bis hin zum Fernsehturm:

offenes_schloss

Es ist „fünf nach 12!“ –  können die Berliner noch das offene Schloss durchsetzen?

Im Jahr 2008 hatte man sich für das Konzept von Franco Stella entschieden. Der damals von Braunfels vorgelegte Entwurf ohne Ostflügel wurde ausgesondert, weil die barocke Innenfassade des Ostflügel nicht rekonstruierbar gewesen wäre, wenn der gesamte Flügel wegfallen würde. Historisierende Originaltreue war also wichtiger als ein städtebaulich kreativer Ansatz, der das Schloss als markanten Kristallisationspunkt einer großzügigen „Neuen Mitte“ versteht. Immer mehr Fachleuten und Berlinern wird inzwischen klar, dass mit der jetzigen Planung eine einmalige Chance vertan wird, Berlins Mitte als offenes Bürgerforum zu entwickeln.

Da Stellas Entwurf nicht nur beschlossenes Planungskonzept ist, sondern die Bauarbeiten schon bis zur Bodenplatte fortgeschritten sind, ist es „fünf nach zwölf“. Rechtlich ist klar, dass man nicht auf das offene Schloss nach dem Muster von Braunfels zurückgreifen kann. Aber könnte man nicht, wenn man den Stellaentwurf für alle anderen Baukörper beibehält, seinen sperrig modernen Ostflügel einfach weglassen? So ließen sich nicht wenige Millionen an Baukosten einsparen.

Hier setzt das Anliegen der zu gründenden Bürgerinitiative für ein offenes Schloss an. Ohne grundsätzliche Neuplanung könnte eine Modifizierung von Stellas Planung vorgenommen werden. Dazu bedarf es eines Baustopps und Moratoriums – Zeit, die man für die Umplanung nutzen sollte!

Deshalb sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen zur Gründungsversammlung der Bürgerinitiative         „Ein offenes Schloss – für eine weltoffene Stadt!“

Freitag, den 17. 01. 2014 um 19:00

in der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, Friedrichstr. 180

 

Weitere Informationen: www.offenes-schloss.de und facebook.com/offenes.schloss

 

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So bunt ist der Kiez – unterschiedliche Biografien – und alle leben hier!

Menschen mit ganz unterschiedlichen Biografien, aber alle verbunden mit dem Leben hier, kommen im Gespräch zusammen:

TALK IM KIEZ
14. Januar 2014, 20:00
Haus der Sinne
Ystaderstr. 10

Arno Schmeling

Alles vor der letzten Konsequenz, einer Prothese, versucht Dr. Schmeling als hochspezialisierter Knieoperateur zu behandeln. Mit Kollegen hat er das renommierte „sporthopaedicum“ aufgebaut, das jetzt in der Bismarckstraße zuhause ist. Das – wie er sagt – ehemalige „Luxuskind aus München“ war 1994 in einem „Rattenloch“ in der Schwedterstraße gelandet, hat das freiere Leben im Kiez erlebt, um jetzt mit Frau und drei Kindern in der Kopenhagenerstraße beheimatet zu sein.

Alexis Agné

Studium in Nürnberg, Reisen in Nord- und Mittelamerika, Ankunft in Berlin in 2000 und Studienabschluss in Filmwissenschaft. Dann kam mit einem Freund die zündende Geschäftsidee: Wir produzieren Öko-Bio Kleidung für Kinder je nach online ermitteltem Bedarf. Weiter ging es für Alexis im „Sugafari Shop“ in der Kopenhagener und online. Dort werden Süßigkeiten aus aller Welt angeboten. Kinder wie Erwachsene kaufen und kaufen diese Verführung.

Eberhard Klöppel

Im Krieg in Berlin geboren, ist er ein Kind der DDR geworden, mit der er sich identifizieren konnte. So war er Fotoredakteur der Armeewochenzeitung, dann lange bis nach der Wende als Fotokorrespondent bei der „Neuen Berliner Illustrierten“ tätig. Als Freischaffender zunächst für den Springer Verlag hat er in den letzten Jahren lebendig den Alltag der Menschen in Bildbänden festgehalten. „Berlin – Ecke Schönhauser“ ist sein jüngstes Werk. Und gewohnt hat er hier auch mal.

Moderation: Rainer Krüger

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Kindertagesstätte „Brunnengarten“

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Liebe Nachbarn im Gleimviertel, im Januar 2014 eröffnet die Kindertagesstätte „Brunnengarten“, Rügener Strasse 1. Dort werden 76 Kinder in vier altersgemischten Gruppen betreut. Noch gibt es wenige freie Plätze. Weitere Informationen finden Sie unter www.hauptstadt-kinder.de. Anmeldungen unter hauptstadtkinder@yahoo.de

Am 3. Januar veranstaltet die Kita einen Tag der offenen Tür. Also, einfach vorbei schauen…

Liebe Grüße aus dem Brunnenviertel, Manja Ehweiner

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OST feiert mit WEST in den Tag der Deutschen Einheit

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Was dem Großstadtbürger und Big-Party-Liebhaber die Prestige-Einheitsparty am Brandenburger Tor, ist dem Prenzelberger und Weddinger und vielen anderen die kleine Schwester im Kiez:

Die OST meets WEST Gleimtunnel-Party Vol. 7
Am 2. Oktober ab 20 Uhr im Gleimtunnel

Wir Prenzelberger und Weddinger feiern wieder gesellig und interkulturell an historischem Ort zwischen Hartungschen Säulen in den Tag der Deutschen Einheit.

Auf dem Programm stehen junge Berliner Talente und DJs:

  • Sebastian Arnold (Jazz, Post-Rock, Funk, Drum’n’Bass & Indietronica)
  • DJane Grace Kelly (World Wide Dance Music)
  • Yavuz Ak aka DJ Pasha (Oriental Elektro, House und Hip-Hop)

Weitere Infos: www.gleimtunnel-party.de und auf Facebook

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