Hurra, wir sind eingeladen zur Informationsveranstaltung Mauerparkbebauung!

Wir dürfen uns glücklich schätzen, wir Bürgerinnen und Bürger rund um den Mauerpark und auch von anderswo!

Denn am 20. Januar sind wir von unserem Baulöwen Groth und Bezirksstadtrat Spallek zu einer Informationsveranstaltung über die von ihnen gewünschte Bebauung nördlich des Gleimtunnels eingeladen. Und dies geschieht, obgleich sich die Auslegung des Bebauungsplanes 1-64a immer weiter verschiebt. Und wir werden fragen dürfen, man freut sich auf uns!

Bei so viel Liebe, möchte man da noch Fragen stellen anstatt darauf zu vertrauen, dass es eine schöne und stattliche Vollbebauung wird?

Denn angesichts der Wohnungsnot ist es wohl selbstverständlich, dass uns ein einheitlicher durchgehender Häuserteppich vom Brunnenviertel bis in das Gleimviertel beschert wird. Und wollen wir denn nicht, dass wir das Experiment einer ganz engen Lebensgemeinschaft zwischen Pferd, Schwein und Mensch an der Jugendfarm Moritzhof erleben dürfen? Brauchen wir eigentlich eine Grünverbindung durch den ganzen Mauerpark bis nach Pankow? Und warum denn eine Kaltluftschneise, wenn uns doch die Groth´sche Bebauung einen herrlich abgeschlossenen Wohnriegel zur Bahntrasse beschert, der uns wenig Luft, aber kaum noch Geräusche der Bahn vernehmen lässt?

Sicher wird auch die Zufahrt vor dem Gleimtunnel hinauf zum neuen Wohnquartier flüssigen Verkehr begünstigen, man braucht ja nur die liebliche Gleimoase dafür zu opfern. Und viele Wohnungssuchende werden die Hoffnung haben, dass dort auf der Brache in großem Umfang ganz preiswertes Wohnen sein wird. Vielleicht siedelt sich deswegen sogar eine Genossenschaft an.

Also, haben wir noch Fragen? Ganz entschieden, ja!

Wir trauen dem Braten nicht, von dem uns am 20. Januar eine Kostprobe geboten werden soll. Wir wissen, dass dort, wo Groth auf dem Etikett steht, auch echter Groth durchgesetzt werden soll. Das war schon immer so. Bauen muss sich für Groth lohnen. So ist die Informationsveranstaltung kein Entgegenkommen an die Bürger und Bürgerinnen – nur eine vorgetäuschte Geste, eine Beruhigungspille.

Mit der plötzlichen Abkehr des Bezirks Mitte von dem tragfähigen Kompromiss einer sozial gemischten Teilbebauung, der im April 2012 in der BVV noch eine breite Mehrheit hatte, ist das Vertrauen in eine Dialogbereitschaft mit den Bürgern erschüttert. Und der sodann zwischen Investor, dem Senat und Bezirk Mitte geheim verhandelte Städtebauliche Vertrag entmündigt uns nun ganz. Denn entweder, Groth darf bauen, wie er will. Darf er aber nicht, rollen auf das Land Berlin, pardon: uns Steuerzahler, millionenschwere Ersatzforderungen zu. Wie nennt man so eine Knebelung?

Aber auch, wenn die Informationsveranstaltung nicht den Hauch einer Bürgerbeteiligung hat – sie ist ja mit dem Städtebaulichen Vertrag gestorben.

Wir gehen alle hin zur:
Informationsveranstaltung am 20. Januar 2015 um 18 Uhr
Ernst-Reuter-Oberschule, Stralsunder Str.57, 13355 Berlin

Weitere Infos: Offizielle Einladung – wir freuen uns auf Sie!

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TALK IM KIEZ: Gleimoase – Gleimtunnel – Mauergarten: aus trennender Vergangenheit zu lebendigem Heute

Dunja Berndt und Holger Eckert

2010 haben beide eine Idee: Sie erwecken nach 16 Jahren Dornröschenschlaf die Gleimoase, eine von Verkehr umbrandete Insel hinter dem Gleimtunnel, zu neuem Leben. Mit großem Elan und Liebe haben sie einen inzwischen berlinweit gewürdigten kleinen Skulpturengarten geschaffen.

Michael Becker

Trennende Mauergeschichte wieder lebendig werden zu lassen, dieser Aufgabe widmet sich Michael Becker in Fotodokumentationen. Beispielthemen dafür sind der Fluchttunnel unter der Gleimstraße oder die Gleimoase zur Mauerzeit als ruhiges Refugium neben einem ehemaligen Altersheim.

Johanna Bergmann

Sie lässt zusammen mit Gleichgesinnten eine Brücke zwischen ehedem getrennten Stadtvierteln entstehen. Es ist der Mauergarten, in dem seit 2012 viele bunte Blumen und Gemüse gedeihen und ein lebendiger Lernort in gemeinsamem Handeln entstanden ist.
Moderation: Rainer Krüger

Di. 19. August 2014; 20:00 Uhr

Haus der Sinne, Ystaderstr. 10

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TALK IM KIEZ: Arbeiteraufstand am 17.06.1953 – Blick in die Gegenwart: Sport im Kiez und international

TALK IM KIEZ am 17. Juni 2014 um 20:00 im „Haus der Sinne“, Ystaderstr. 10

Das sind die Gäste:

Helmut Hampel

Mit siebzehn Jahren ist Helmut Hampel als Lehrling inmitten des Arbeiteraufstands in Ostberlin. Zwar Gegner des Regimes und Mitglied der verbotenen SPD, hat er dennoch seinem Beruf als KfZ-Werkstattleiter. Nach der Wende bekleidet er wichtige Funktionen in der SPD und in Pankow.

Wolfram Stahl

Als freiberuflicher Journalist arbeitet er für ARD-Sender und andere Institutionen. Für den 1949 gegründeten großen Berliner Verein SV Empor macht er die Öffentlichkeitsarbeit. Der Verein ist mit vielen Sportarten und einer engagierten Jugendarbeit im Kiez und Prenzlauer Berg verwurzelt.

Claudia Biene

Dass sie das „deutsche Schlachtschiff für die Paraolympischen Leichtathletikwettbewerbe“ mit Welt- und Olympiatiteln werden würde, ist eine Energieleistung. Denn nach schwerer Erkrankung muss sie mit einer Unterschenkelprothese leben. Sie beendet jetzt ihr Studium „Komplementärmedizin“.

Moderation: Rainer Krüger

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Lebendige Kopenhagenerstraße: Entmietung – neues Leben – Retromusik

TALK IM KIEZ

29.April 2014, 20:00

Haus der Sinne
Ystaderstr. 10

 

 

Maike Ahlers

Die Mieter in der Kopenhagenerstraße 46 kämpfen gegen eine Luxussanierung, die sie aus ihren Wohnungen vertreiben würde. Darüber und über ihr Leben berichtet Maike Ahlers

Sabrina Borscher u. Julia Wagner

arbeiten in der „Hebammenpraxis am Mauerpark“ und sind dadurch mit dem Kiez verwoben. Die Gefährdung ihrer Tätigkeit durch überzogene Prämien für die Berufshaftpflichtversicherung ist ihre Sorge

Matthias Hopke

Aus der Kopenhagenerstraße ist Matthias Hopke als „DJ Grammophon“ bekannt. Doch sein Berufsleben reicht zurück in seine Zeit als Musikredakteur bei „Radio DT 64“. Freuen wir uns auf Kostproben seiner Schelllackplattensammlung

 

Moderation: Rainer Krüger

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100% Mauerpark – wir ziehen an einem Strang!

100% Mauerpark

Wehrt Euch gegen Groths Vollbebauung!

Wir, die wir uns aus unterschiedlichen Vereinen und Initiativen unter dem Dach einer „Mauerpark-Allianz“ zusammengefunden haben, sind uns einig, dass wir uns gegen eine vollständige Bebauung der Freiflächen nördlich des Gleimtunnels mit aller Kraft zur Wehr setzen. Es haben sich angesichts der drohenden Vollbebauung im Norden durch die Groth-Gruppe alle zur Abwehrfront zusammen geschlossen – sowohl die Gegner jeglicher Bebauung nördlich des Gleimtunnels als auch diejenigen, die ein  Projekt sozialen Wohnungsbaus als bescheidene Teilbebauung akzeptiert hätten. Einig sind wir uns: 100% Mauerpark bedeutet für uns die längst überfällige Fertigstellung des Mauerparks, einem Ort der Begegnung in dem die Menschen ihren kulturellen Aktivitäten ungestört nachgehen können.

Es gibt bisher keine Festschreibung, dass die Bebauung im Norden Kriterien eines sozialen Wohnungsbaus genügen könnte. Die von der Groth-Gruppe geplanten Luxuswohnungen verriegeln einen breiten Streifen, der als „Grünes Band“ die Umwandlung des ehemaligen Grenzstreifens  in einen  ökologisch wertvollen Saum zum Ziel hat. Eine notwendige  Kaltluftschneise wird dezimiert. Die bei Kindern und Jugendlichen beliebte „Jugendfarm  Moritzhof wäre durch erwartbare Konflikte mit vornehmer Eigentümerklientel der Groth Immobilien in ihrer Existenz gefährdet. Das Brunnenviertel hätte bei bis zu 600 Wohnungen unter einem steigenden Bedarf an Kita- und Schulplätzen sowie sonstiger Infrastruktur zu leiden.

Das Bezirksamt Mitte und die dortige BVV sowie die Senatsverwaltung haben in einem bedenklichen städtebaulichen Vertrag Groth einen Freibrief in Aussicht gestellt, sein elitäres Wohnkonzept in die Tat umzusetzen. Transparenz und demokratische Rücksichtnahme auf Bürgerinteressen sind dem Stadtbaurat Spallek fremd.

Deshalb müssen in Scharen betroffene Anwohner und Nutzer des Mauerparks bis zum Termin, an dem förmlich Einwendungen gegen den drohenden Bebauungsplan geschrieben werden, ihre Ablehnung der Grothschen Bebauung und ihre Wut über ein im Hinterzimmer zustandegekommenen Mauerparkvertrag deutlich werden lassen.

Wir mobilisieren schon jetzt! Kommt deshalb alle zu den Vorbereitungstreffen der „Mauerpark-Allianz„! Das nächste Treffen ist schon heute (10.3.2014) um 19:00 in der Tortenwerkstatt beim Gleimtunnel.

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