Bürgerwerkstatt Mauerpark

Die Bürgerwerkstatt Mauerpark ist von der GrünBerlin GmbH eingerichtet worden. Sie führt Mitglieder der Prenzlauer Berg und Weddinger Seite zusammen, die von den jeweiligen Bürgervereinen und -initiativen entsandt sind oder als „Wilde Bürger“ ein besonderes Interesse an der weiteren Entwicklung des Mauerparks haben. Sie konstituierte sich am 15. September 2010 parallel zum Versuch der Aufstellung eines Bebauungsplanse für die Mauerparkflächen nördlich und südlich des Gleimtunnels.Die Bürgerwerkstatt arbeitet dabei in zwei Richtungen:

  1. Nach den Ausgangsentwürfen von Prof. Lange soll ein um den Weddinger Teil erweiterter Freiflächenraum entstehen. Zu dieser Grünflächenplanung haben die Mitglieder der Bürgerwerkstatt in mehreren Sitzungen ihre eigenen Bedürfnisse und Vorstellungen im Plenum und vor allem in Arbeitsgruppen entwickelt. Unter der Leitidee „Mauerpark: Frei-Raum der Begegnung – kulturelle Vielfalt für Berlin“ sind detaillierte Vorschläge zu den Themenfeldern „Gestaltung/Nutzung/Aktivitäten“, „Geschichte/Kultur“, „Prozess/Soziales/Nachbarschaften“, „Erschließung“ und „Natur/Bepflanzung“ erarbeitet worden. In den weiteren Sitzungen wird es darum gehen, das Konzept von Prof. Lange mit den eigenen Ideen und Konkretisierungen zu einer Blaupause des zukünftigen Mauerparks zu verbinden.
  2. Die Mitglieder der Bürgerwerkstatt haben erreicht, dass vier Delegierte an dem „Städtebaulichen Wettbewerb“ als Impuls für einen aufzustellenden Bebauungsplan beteiligt gewesen sind. Die Ausgangsvorstellungen zwischen einer umfangreicheren und dichten Bebauung – wie von der Vivico in der Auslobung gewünscht – und den Eckpunkten der Bürgerwerkstatt für eine moderate Wohnbebauung nördlich des Gleimtunnels und eine parkverträgliche Randbebaaung im Süden lagen weit auseinander. In der Jurysitzung vom 11. Februar 2011, in der es um die Auswahl der besten Entwürfe ging, verließen die Delegierten der Bürgerwerkstatt nach der Präsentation der Entwürfe die Sitzung. Die Entwürfe zeigen immer noch eine zu massive Bebauung, die nicht mit dem Mauerpark als lebendigem Ort für Freizeit und Kultur in Einklang zu bringen ist.

Was wurde bisher erreicht und wie soll es weiter gehen?

  1. Die Probe auf das Exempel „6 ha zusätzliche Freifläche von der Vivico gegen Baurecht für eine Randbebauung im Süden und eine Wohnbebauung im Norden“ ist nicht tragfähig geworden. Die Bezirksverordnetenversammlung Mitte dürfte sich schwer tun, jetzt zügig einen Bebauungsplan auf der Grundlage des Städtebaulichen Wettbewerbs zu verabschieden. Neue Lösungen auch unter Verantwortung und mit Hilfe des Berliner Senats sind gefordert.
  2. Die Grünflächenplanung ist wie geschildert auf einem guten Weg. Sie sollte zu einem für die Bürgern akzeptablen Resultat gebracht werden.
  3. Die Bürgerwerkstatt ist und wird in Zukunft die Plattform sein, auf der sich die Interessen der Menschen im Brunnen- und Gleimviertel äußern,sich gegenseitiges Verstehen entwickeln kann und sich Projektvorschläge und -lösungen zum Alltagsleben – nicht nur zum Thema Mauerpark – auf beiden Seiten denken und konzipieren lassen. Wenn die Bürgerwerkstatt, von GrünBerlin getragen, ihre Aufgaben beendet hat, steht die Initiative „Kieze im Dialog – Brunnenviertel & Gleimviertel“ bereit, die Zusammenarbeit fortzusetzen.