Kieze im Dialog Redaktion

Über Kieze im Dialog Redaktion

Neues von „Kieze im Dialog – Brunnenviertel & Gleimviertel“ gibt es immer dann, wenn bewegende Ereignisse auf der Tagesordnung stehen. Dann melden sich die Kieze im Dialog Redaktion zu Wort.

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OST feiert mit WEST in den Tag der Deutschen Einheit

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Was dem Großstadtbürger und Big-Party-Liebhaber die Prestige-Einheitsparty am Brandenburger Tor, ist dem Prenzelberger und Weddinger und vielen anderen die kleine Schwester im Kiez:

Die OST meets WEST Gleimtunnel-Party Vol. 7
Am 2. Oktober ab 20 Uhr im Gleimtunnel

Wir Prenzelberger und Weddinger feiern wieder gesellig und interkulturell an historischem Ort zwischen Hartungschen Säulen in den Tag der Deutschen Einheit.

Auf dem Programm stehen junge Berliner Talente und DJs:

  • Sebastian Arnold (Jazz, Post-Rock, Funk, Drum’n’Bass & Indietronica)
  • DJane Grace Kelly (World Wide Dance Music)
  • Yavuz Ak aka DJ Pasha (Oriental Elektro, House und Hip-Hop)

Weitere Infos: www.gleimtunnel-party.de und auf Facebook

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Talk im Kiez: Die Schönhauser Allee im Wandel

Die Schönhauser Allee in Tradition und Wandel sowie ein Ausflug in die besondere Welt des Dokumentarfilms – darum geht es diesmal bei „Talk im Kiez“, einer Veranstaltungsreihe von Rainer Krüger und der SPD Falkplatz-Arnimplatz.

„Talk im Kiez“ – Dienstag, dem 22. Oktober,
Einlass ab 19:30, Beginn 20:00
im „Haus der Sinne“, Ystaderstr. 10.
Der Eintritt ist frei

Dooren Persche

Betritt man „Kleemann-Hüte“ in der Schönhauser 131, spürt man an der aus den dreißiger Jahren stammenden gediegenen Inneneinrichtung dessen bis 1905 zurückreichende Tradition. Dooren Persche hat von der Pieke auf ihr Metier gelernt. Sie führt seit 1998 das Geschäft mit eigenen Kreationen, aber auch guten Labels. Der Laden ist ein Stück Geschichte der Schönhauser Allee.

Werner Krautzig

Die „Konditorei Krautzig“ besteht seit 1932 in Nr.126. Anfangs Plunder und Pfannkuchen, bald feine Torten und Gebäck, aber auch Brote und Brötchen als Angebot. 1962 hat Werner Krautzig das Geschäft übernommen und in Selbständigkeit mit Erfolg durch die DDR-Jahre gebracht. Inzwischen ist Sohn Martin Chef und er ein kritischer Begleiter der Entwicklung der Schönhauser Allee.

Rick Minnich

In Kalifornien geboren, lebt er mit Frau und fünf Kindern seit langem im Gleimkiez . Sein bewegtes Leben führte ihn in verschiedene Länder Europas. Inzwischen ist Rick Minnich ein anerkannter Dokumentarfilmer zu ganz unterschiedlichen Themen. In „Forgetting Dad“ nähert er sich zum Beispiel der ungelösten Beziehung zu seinem traumatisierten Vater.

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Talk im Kiez: Ostbiografien vom Mauerbau bis heute

Geschichten von nebenan. Und zwar aus dem Leben ganz normaler Menschen, die in den Kiezen um Falkplatz und Arnimplatz aufgewachsen sind, oder die hier vor einiger Zeit oder kürzlich erst hergezogen sind – AnwohnerInnen – Gewerbetreibende – Kulturschaffende: Darum geht es bei „Talk im Kiez“, einer Veranstaltungsreihe von Rainer Krüger und der SPD Falkplatz-Arnimplatz.

„Talk im Kiez“ – Dienstag, dem 13. August,
Einlass ab 19:30, Beginn 20:00
im „Haus der Sinne“, Ystaderstr. 10.
Der Eintritt ist frei

Ostbiografien vom Mauerbau bis heute

Der Mauerbau vom 13. August 1961 ist der markanteste Einschnitt dafür gewesen, dass sich Alltag und Lebensbedingungen in der DDR in eigener Bahn entwickelt hatten. Wie sind Menschen damals damit umgegangen? Wie ist Lebensgestaltung nach der Wende weiter verlaufen? Sind noch heute in Milieus beiderseits der damaligen Grenze Unterschiede wahrnehmbar?

Die Gäste:

Bernd Fritz

… ist, da seit 1945 im Gleimkiez beheimatet, ein wirkliches Urgestein dieses Viertels. Sein Vater und er konnten mit ihrer Scheren- und Messerschleiferfirma während der DDR Zeit und bis 2006 die Selbständigkeit behaupten – unter schwierigen Bedingungen und doch in einem lebenswerten Alltag. Bernd Fritz ist Zeitzeuge der Kiezentwicklung bis heute, aber nicht nur in Erinnerungen. Vielmehr hat er in Film und Foto die Etappen der Kiezentwicklung festgehalten. Es ist dies ein Schatz, den er noch heben und dokumentieren möchte.

Dominique Hensel

… ist offizielle Kiezreporterin des Brunnenviertels. Mit Liebe beschreibt sie Lebensformen, Bürgerengagement und kulturelle Aktivitäten in einem Viertel, das wegen seiner sozialen Struktur Unterschiede zum benachbarten Gleimviertel aufweist. Sie selbst ist eine „Ostpflanze“. Bei Berlin noch zu DDR Zeit aufgewachsen, war sie nach der Wende lange Jahre im Kulturverein in Strausberg engagiert und hat ihr journalistisches Rüstzeug bei der Märkischen Oderzeitung erlernt und dort bis 2004 gearbeitet.

Adriana Lettrari

… wohnt zwar im Gleimviertel. Sie ist aber durch das sehr bekannt gewordene Netzprojekt „Wendekind“ und das von ihr mit verfasste Buch „Dritte Generation Ost. Wer wir sind, was wir wollen“ weithin bekannt geworden. Thema von Frau Lettrari ist die Herausbildung einer neuen Generation noch in der DDR geborener jungen Menschen, die dann selbstbewusst ihre Chancen und Wege zwischen Ost- und Westerfahrung finden. Ariana Lettrari arbeitet als Dozentin und promoviert über ein klassisch parlamentarisches Thema, die Büros deutscher Bundestagsabgeordneter.

 

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Der Mauerparkstreit – David gegen Goliath?

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Die einen lehnen jegliche Bebauung auf der im Flächennutzungsplan als Grünfläche benannten Fläche ab. Die anderen hätten sich einen Kompromiss zwischen einer nur eine Teilfläche beanspruchenden Wohnbebauung nördlich des Gleimtunnels und der Parkerweiterung im Süden vorstellen können. Diese Wohnbebauung hätte dann gehörigen Abstand zu den bestehenden Wohnquartieren gelassen, dem „Grünen Band“ und der Kaltluftschneise Raum gelassen und als Modellfall für preiswertes Wohnen entwickelt werden können.

Seitdem aber feststeht, dass die Groth Gruppe das Areal in Gänze bebauen will, sind sich alle Bürgerinitiativen einig: viel zu viel, viel zu teuer, nicht zu diesen Folgekosten, die verkehrlich und im Kontrast zu naturnaher Parkgestaltung und sozial gemischtem Freizeiterleben zu erwarten wären.

Also hat sich gemeinsamer Protest formiert. Er artikuliert sich auch im Internet auf Seiten der Bürgerinitiativen, in Stellungnahmen gegenüber Politik und Verwaltung und in Aktionen vor Ort. Dieses „Spiel“ zwischen Investoren und Bürgern ist bekannt und hat Tradition. Proteste der Basis sind die Antwort Davids auf das Handeln Goliaths. Doch auch Goliath hat das Recht, seine Position öffentlich zu vertreten und auf tatsächliche oder vermeintliche Überzeichnungen seiner Projektabsichten zu reagieren.

Das „Spiel“ gerät auf eine schiefe Bahn, wenn der Bauherr mit seiner Kapitalmacht Mittel einsetzt, die das bürgerschaftliche Engagement unterwandern, wenn zum Beispiel selbst Protestabsender organisiert werden und diese sich unisono als laute Befürworter der vom Investor gewünschten Bebauung ausgeben.

Tatsache ist bisher lediglich: Dass im zeitlichen Nachgang zu dem Einschüchterungsversuch von Groths Anwälten gegen die Sprecher der Bürgerwerkstatt Artikel der „Freunde des Mauerparks“ und des Portals „Kieze im Dialog“ erschienen sind. Und prompt und erstmalig erscheint am 25. Juni ein Schwall von Kommentaren auf diese Artikel im Netz, alle als Lobpreisung seines baulichen Vorhabens. Obwohl der Konflikt zwischen Investor und Bürgerbewegung seit Monaten virulent ist, hat es bisher keine solchen Kommentierungen gegeben. Jetzt auf einmal wird eine Reihe dieser Kommentare im Abstand von nur wenigen Minuten und unter Angabe von unterschiedlichen Pseudonymen gepostet – alles aber vom gleichen Internetanschluss. Beobachten wir hier einen neuen Fall von Astroturfing..?

Tatsache ist, dass die Groth Gruppe das PR-Büro Stöbe Mehnert engagiert hat, das in seinem Leistungsprofil unter anderem Kommunikationskampagnen und Guerilla-Marketing anbietet. Auch wirbt eine neue Website „Mauerpark-im-Dialog“ im Auftrag der Groth Gruppe mit dem Motto „Mauerpark gewinnt!“ um Symphathie – eine inhaltliche Verwandtschaft zum seit langem existierenden Bürgerforum „Kieze im Dialog“ ist unbeabsichtigt oder…?

Zeitgleich mit dem Erscheinen der Groth-Website „Mauerpark im Dialog“ verschwand die Website der Mauerpark-Stiftung Welt-Bürger-Park aus dem Netz. Die Website der Bebauungsgegner wurde Opfer eines professionellen Hacker-Angriffs.

Zufälle und geschilderte zeitlich-inhaltliche Zusammenhänge sind kein Beweis für das Tätigwerden der Groth Gruppe in Protestmantel von Bürgerengagement. Sollten gedachte Vermutungen jedoch real sein, hätte Klaus Groth erneut eine rote Linie überschritten!

Wir protestieren weiter!

 

In der Presse:
Undercover-Blogger machen Groth-PR – Morgenpost 27.06.2013
Nochmal mit PR – PBN 27.06.2013

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Der nächste Talk im Kiez: Menschen auf Reisen

Was unser Kiez bietet: Menschen mit Reisen in eigene und fremde Vergangenheit und spannende Wege von heute

Rainer Krüger

Nicht nur politisch, sondern vor allem unterhaltsam hält Rainer Krüger dem Kiez den Spiegel vor: Wer sind wir, die hier im Gleimviertel leben und wohnen? Was verbindet uns? Was sind unsere Geschichten? In jeder Veranstaltung der Reihe werden drei Menschen aus dem Kiez darüber sprechen, vom „Ureinwohner“ bis zum „Neuling“.

Der nächste „Talk im Kiez“ findet am Dienstag, dem 18. Juni um 20 Uhr im „Haus der Sinne“, Ystaderstr. 10 statt.

Klaus Dieter Remus

ist mit kritischem Auge wacher Beobachter der Kiezentwicklung. Sein künstlerisches Können zeigte er bis 1990 in der DDR als Regisseur, Dramaturg und Autor beim DEFA-Studio für Spielfilme, danach beim ORB und freischaffend. Aber auch Roman und Kurzgeschichten gehören zu seinem Metier. Heute ist er pädagogischer Mitarbeiter der „Freien Grundschule Pfefferwerk“. Unter seinem filmischen Wirken findet sich der das Gleimviertel beleuchtende Dokumentarfilm „Zwischen Schönhauser und Mauerpark“.

Marco Fuss

konnte als Kommunikationsdesigner und zeitweise Art Director große Erfolge und Preise in der Werbung für bekannte Unternehmen und Labels feiern. „Wie eine Zitrone ausgepresst“ wollte er sich aber nicht mehr länger diesem beruflichen Stress aussetzen. So kam er zusammen mit seinem Freund Eric 2010 auf die Idee, unter dem Motto „Gleich & Gleich gesellt sich gern“ feine Hochzeiten vor allem für lesbische und schwule Paare zu arrangieren – eine neue Berufsnische, die sie vom Kiez aus betreiben.

Nirit Ben Joseph

ist in Israel geboren und hat nach dem Militärdienst ihr Studium an der „Film und TV“ Fakultät der Tel-Aviv Universität beendet. Sie lebt seit 1987 in Berlin, seit 2010 im Gleimkiez. Neben Partner und ihren zwei Kindern hat sie sich  als Stadtführerin einen Namen gemacht. Den Berlinbesuchern, vor allem Ausländern und besonders Israelis, werden spezielle Themenführungen angeboten. Sie selbst fühlt sich als Israelin, nicht Jüdin. Mit dieser offenen Haltung führt sie von ihrem Schicksal geprägte Juden an die Stätten jüdischer Vergangenheit.

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