Viel Wind um nichts – neues!

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Bezirksamt Mitte informiert zu Mauerparkbebauungsplänen

Was großherzig gegenüber Bürgerinnen und Bürgern gemeint sein soll, entpuppt sich als eine Wiederholung bekannter unangenehmer Tatsachen. Denn mit der im Bebauungsplanverfahren nicht vorgeschriebenen Vorstellung des „Städtebauplans“ zur Groth Vollbebauung nördlich des Gleimtunnels wird lediglich die Bausstruktur wiederholt, gegen die Sturm gelaufen wird.

Das enge Heranrücken der Baukörper an die Pankower Grenze bleibt. Private Vorgärten sollen durch ein dünnes Heckenband kaschiert werden. Die Jugendfarm Moritzhof wird nach der Planzeichnung noch enger und höher eingeschnürt. Ein vom Senat selbst propagierter Grünzug, das Grüne Band, bleibt weiterhin auf der Strecke. Die Dichtigkeit der Bebauung scheint durch zu größeren Einheiten zusammengefasste Blöcke eher noch markanter. Einer baulich größer gewordenen Kita wird Freiraum, hier der vorgesehene Teich, geopfert.

Möchte man einen positiven Aspekt suchen, so ist allenfalls das bescheidene Abrücken des Wohngebietes vom Gleimtunnel zu erwähnen – vielleicht aber nur deshalb, um die verkorkste Rampenauffahrt etwas zu erleichtern.

Qualitative Aussagen zum geplanten Wohngebiet fehlen in der Mitteilung. Was vor allem hat sich beim Thema „sozialverträgliche Bebauung“ getan? Gibt es eine Genossenschaft und/oder Landeswohnungsbaugesellschaft, die am Mauerpark in den Wohnungsbau einsteigen? Denn nur diesen sollte man öffentliche Fördermittel anvertrauen, um langfristig günstigere Mieten zu sichern. Hierzu gibt es bisher keinerlei verbindliche Aussagen.

Selbst Bürgerinnen und Bürger, die wegen der evidenten Mangelsituation an preiswertem Wohnraum eine Teilbebauung für vorstellbar halten, wissen bis heute nichts anderes als das: nur Luxuswohnungsbau scheint gesichert und dies zum vollständigen Verlust einer für innerstädtisches Berlin so wichtigen Freifläche.

Vielen Dank für den mit der Information vermeldeten Zwischenstand. Er bestärkt uns im Willen, diese Vollbebauung weiterhin strikt abzulehnen. Und als Gruß an Herrn Groth: Wo Sie in Berlin an so vielen Stellen auf Brachen bauen könnten, warum tun Sie sich und uns den Krampf an, unbedingt auf der historisch und touristisch so bedeutenden Mauerparkfläche Ihren Traum zu verwirklichen?

Planskizze: Bezirksamt Mitte / Öffentlichkeitsbeteiligung

Rainer Krüger

Über Rainer Krüger

Das Berufsleben als Hochschullehrer ist vorbei. Aber "mitten im Leben zu stehen" bleibt spannende Herausforderung und heißt: das Interesse an (Mit)menschen und der Gestaltung unserer Lebenswelt zu behalten! Dafür möchte ich sachlich und fair aktiv sein.

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