Der Durchbruch zur Mauerpark-Fertigstellung

BVV Mitte und Pankow im Schulterschluss

Wie schon am 19. April in der BVV Mitte hat jetzt am 25. April auch das Bezirksparlament von Pankow mit breiter Mehrheit für die Aufnahme eines neuen Bebauungsplanverfahrens votiert. Zu einleuchtend war die Aussicht, nach fast zwanzig Jahren Streit um eine Erweiterung des Mauerparks endlich eine Lösung mit breiter Zustimmung gefunden zu haben.

Auch die Senatsverwaltung ist aktiv geworden

Der Staatssekretär für Stadtentwicklung, Christian Gaebler, verkündet heute in der Berliner Zeitung eine Sensation: „Wir werden den Mauerpark um fünf Hektar Fläche erweitern“ und südlich des Gleimtunnels von jeglicher Bebauung freihalten. Zusätzlich sollen die Gaststätte Mauersegler und der Flohmarkt erhalten bleiben

Was für ein Erfolg für alle, die sich seit vielen Jahren für die Fertigstellung des Mauerpark und den Erhalt der lebendigen Mauerpark-Kultur eingesetzt haben. Mit dem neuen Engagement des Senats ist nun der Weg zur Fertigstellung des Mauerparks endgültig frei geworden.

Nördlich des Gleimtunnels sollte die Senatsverwaltung das Ziel nicht aus den Augen verlieren: nur eine moderate Wohnbebauung mit hohem sozialem und ökologischem Anspruch – so hatten es die Bezirks Mitte und Pankow in ihren Beschlüssen gefordert.

Die Fertigstellung des Mauerparks wird nun konkret: Noch in diesem Jahr können Bürgerinnen und Bürger den großen Mauerpark bis zum Wedding in Besitz nehmen und Schritt für Schritt gestalten.

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BVV Mitte beschließt große Mauerparkerweiterung!

Jetzt ist der Senat am Zug

“Was lange währt, wird endlich gut!”  – unter dieses Motto kann man den mit breiter Mehrheit gefassten Beschluss der BVV Mitte vom 19. April (PDF 45kB) stellen. Demnach geht nun das Planungsverfahren für die Parkerweiterung weiter.

“Eine zusätzliche Bebauung soll nicht erfolgen”, heißt es in dem Beschluss. Dies ist ein sensationeller Erfolg! Denn der gesamte Erweiterungsstreifen zwischen Bernauerstraße und Gleimtunnel wird Parkfläche und das parkdienliche Gewerbe (v.a. Flohmarkt und Mauersegler) werden durch Flächenankauf dauerhaft  Bestand haben. Brunnen- und Gleimviertel erreichen sich dann gegenseitig ohne trennende Zäune.

Nördlich des Gleimtunnels wäre eine moderate Bebauung möglich. Sie ist so zu beschränken, dass die Entwicklung des ‘Grünen Bandes’ und der Erhalt einer Kaltluftschneise gesichert sind; ebenso ein ausreichender Abstand einer Bebauung zur Jugendfarm Moritzhof.

Nun ist die Senatsverwaltung in der Pflicht. Sie muss sich zügig bereit erklären, selbst als Ankäufer der gesamten Fläche einzutreten und dazu Verhandlungen mit der CA Immo aufnehmen. Der Senat wäre gut beraten, die Weitergabe der Flächen als Erbpacht zu vollziehen. Es wäre die klügste Lösung, denn langfristig bliebe der Mauerpark so im Eigentum des Landes Berlin.

Engagierte Bürgerinnen und Bürger werden in den nächsten Wochen und Monaten demonstrativ bekunden, dass sie jetzt endlich beherztes Handeln vor allem der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung erwarten!

Bei der Ausgestaltung eines nicht “schlüsselfertigen” Parks werden alle engagierten Aktiven aus Brunnen- und Gleimviertel und darüber hinaus zeigen können, “was eine Harke ist”!

Selbst anpacken, damit Schritt für Schritt ein großer Park für Gäste und Anwohner entsteht.

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Talk im Kiez – Kiezbewohner stellen sich vor

Geschichten von nebenan. Und zwar aus dem Leben ganz normaler Menschen, die in den Kiezen um Falkplatz und Arnimplatz aufgewachsen sind, oder die hier vor einiger Zeit oder kürzlich erst hergezogen sind – AnwohnerInnen – Gewerbetreibende – Kulturschaffende: Darum geht es bei „Talk im Kiez“, einer neuen Veranstaltungsreihe von Rainer Krüger und der SPD Falkplatz-Arnimplatz.

„Talk im Kiez“ – Dienstag, dem 08. Mai um 19:30 Uhr (Einlass)
im „Haus der Sinne“, Ystaderstr. 10.  Der Eintritt ist frei.

Nicht nur politisch, sondern vor allem unterhaltsam möchte das Veranstaltungsformat dem Kiez den Spiegel vorhalten: Wer sind wir, die hier im Gleimviertel leben und wohnen? Was verbindet uns? Was sind unsere Geschichten? In jeder Veranstaltung der Reihe werden drei Menschen aus dem Kiez darüber sprechen, vom „Ureinwohner“ bis zum „Neuling“.

Diesmal sind zu Gast:

Susanne Schierdewahn
Künstlerisches Schaffen als Spiegelung in  sich selbst und mit der(Um)Welt, das  ist das Metier der mit vielfältigen Ausdrucksformen arbeitenden Malerin, Bildhauerin und Schriftstellerin.  Deshalb ist es verständlich,  dass Susanne Schierdewahn  auch den Gleimkiez intensiv wahrnimmt. Denn hier lebt sie mit Ihrem Mann und den beiden Söhnen seit 1998. Bekannt sein dürfte sie einem breiteren Publikum durch ihre Porträts bekannter Autoren in der Rubrik „Unter’m  Strich in der Berliner Zeitung.

Olaf Titel
Obwohl neuer Anwohner ist ihm das Gleimviertel durch seine Fahrrad-Streifzüge seit der Studentenzeit Anfang der 90er bekannt.  Damals war er als Keyborder einer „schrägen“  Band im Prenzlauer Berg aktiv.  Nun ist er als inzwischen überzeugter Familienmensch mit Frau und zwei kleinen Kindern in der Gleimstraße sesshaft geworden. Beruflich ist Olaf Titel nach dem Studium der  Umwelttechnik  (Psychoakustik) ein erfolgreicher Unternehmer, der Software für Hörakustik  entwickelt.

Wolfgang Grass
Für ihn war es ein langer Weg bis zu seinem jetzigen Fotostudio „LichtMal“ in der Kopenhagener Straße, in dem er interessierten Hobbyfotografen das Metier der Schwarz-Weiss-Fotografie näher bringt. 1956 im Prenzlauer Berg geboren, war er nach Konfrontation  mit dem DDR Regime  zunächst als Baufacharbeiter mit Abitur in der Berliner Denkmalpflege und als Pantomime beschäftigt. Erst 1993 konnte er in der  Kopenhagener Straße sein eigenes Studio aufbauen. Viele Veränderungen im Kiez wirken auf ihn zwar „befremdend“, doch seine künstlerische Arbeit möchte er hier nicht aufgeben.

Moderiert wird der Talk von Rainer Krüger.

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Falkplatz: Ein neuer Baum zum Tag des Baumes

Mit der am 15.11.2011 gefällten, über 20 Meter hohen Kastanie mit Rundbank verschwand einer der ältesten Bäume auf dem Falkplatz. Seit annähernd 100 Jahre war die Kastanie ein Zeugnis für den Beginn der Geschichte der Grünanlage vor genau einhundert Jahren – sie war eine standhafte Zeitzeugin in den Zeiten des zweiten Weltkriegs und der Teilung Deutschlands.

Mit einer Spendenaktion setzten sich die Freunde des Mauerparks e.V. für ein neues Miteinander von Bürgern und Bezirksämtern ein und hatten in Rekordzeit mit 17 kleinen wie grossen Spenden insgesamt 1000 Euro für die Pflanzung des neuen Baums gesammelt.

Der neue Baum wird am 25. April um 11 Uhr zum “Tag des Baumes” auf dem Falkplatz gepflanzt.

Weitere Infos: www.facebook.com/falkplatz.baum

 

 

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Der Mauerpark ist unsere Heimat

Dirk Kurbjuweit geht in der aktuellen SPIEGEL-Ausgabe auf Spurensuche:

Was ist Heimat?

Ein Stück Heimat für die Berliner ist der Mauerpark – er ist Symbol für Toleranz und Subkultur, er zeigt auch in Zeiten fortgeschrittener Gentrifizierung noch wofür Berliner Kultur steht und international geschätzt wird.

Der Berliner Mauerpark, der rein äußerlich wenig mit einem klassischen Park gemeinsam hat, wird gerade wegen seiner kulturellen Vielfalt von vielen Menschen geschätzt und gerne mit Parks wie dem Londoner Hide Park und dem Central Park in New York verglichen.

Auch wenn der Mauerpark auf lokaler wie internationaler Ebene viele Freunde hat, die politischen Führungsetagen in Berlin nehmen wenig Notiz vom Potential und der Anziehungskraft des Mauerparks.

“Be Berlin”, ein Slogan der senatseigenen Tourismusförderung und zielt auf den viel beschriebenen Berliner Charme. Eine Förderung der beworbenen Standorte erfolgt aber nicht. Die Touristen werden in die Kieze der Stadt geschickt und dort allein gelassen. Allein gelassen werden auch die Bürger und Bezirke – an den Einnahmen durch den Tourismus profitieren nur wenige, die Kosten tragen aber alle (Beispiel Müll).

Auch um die längst überfällige Erweiterung des Mauerparks hat sich die Senatsverwaltung lange herumgedrückt. Obwohl Bürger und Bezirke auf lokaler Ebene seit über zwanzig Jahren um die Fertigstellung des Mauerparks ringen, aus den hohen Senatskreisen vernimmt man nur eisernes Schweigen.

Bürgermeister und Senat kümmern sich lieber um Millionen schwere Kunsthallen, Bibliotheken und Großprojekte, die die leeren Landeskassen zwar schwer belasten, aber den Berlinern nicht viel bringen werden. Schlimmer noch: diese Projekte beschleunigen das Sterben der Berliner Subkultur. In diesem Kontext ist “be Berlin” reinster Zynismus.

Der Mauerpark ist eine Chance für ganz Berlin.

Der Berliner Mauerpark ist nicht nur Heimat für die Berliner. Der Berliner Mauerpark ist ein Mekka für Menschen aus der ganzen Welt geworden.

Möge in den Etagen der Senatsverwaltung die aktuelle Ausgabe des SPIEGELs ein paar Augen geöffnet haben. Wenn Verwaltung und Politik auf Berliner Landesebene sich gemeinsam für den Mauerpark einsetzen, steht einer Fertigstellung kein Stein mehr im Weg. Der erste Anstoß des Staatssekretärs Christian Gaebler (SPD) vom Stadtentwicklungsressort, einen Teil der südlichen Parkfläche für das Land anzukaufen, ist zu begrüßen. Es reicht aber nicht: Es muss zu einer Ankauflösung für die gesamte Erweiterungsfläche kommen. Hier ist das Land zur Offensive herausgefordert, denn so preiswert wird er selten wieder ein touristisches Highlight in der Stadt frei Haus serviert bekommen!

 

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